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Angst und Panikattacken ... Wege aus der Angst
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Angst und Panikattacken ... Wege aus der Angst

„Die meisten Menschen verstehen nicht, was es heißt, krank vor Angst zu sein. Sie verstehen es nicht, weil man nicht sehen kann, was der Betroffene hat, wie einen Gips oder eine Verletzung…", schreibt mir unsere Zuschauerin Cora, 45 Jahre alt.

Die Weltgesundheitsorganisation, schätzt, dass Depressionen und Angstzustände bis zum Jahr 2010 zur zweithäufigsten Erkrankung in den Industrienationen werden. Immer mehr Menschen sind regelrecht krank vor Angst.

Wie eine fremde Macht ergreift die Angst die Betroffenen. Den Panikattacken sind sie dann wehrlos ausgeliefert.

Barbara leidet unter Agoraphobie, der Angst vor freien Plätzen. Ihre Wohnung kann sie kaum noch verlassen. Sie fürchtet sich vor Plätzen und Orten, an denen sie nicht flüchten kann.

Millionen von Menschen leiden unter allen möglichen Ängsten. Wenn sie in Panik geraten, sind sie wie gelähmt. Obwohl Flugzeuge zu den sichersten Verkehrsmitteln zählen, haben unzählige Menschen Angst vor einem Absturz.

Die Betroffenen können von ihren Ängsten befreit werden. Es gibt verschiedene Methoden der Angstbekämpfung.

Sascha (30) leidet seit 16 Jahren unter Angst und Panikattacken. Mit 16 Jahren fing alles an. Nach einer stressigen Phase in seinem Leben bekam er Herzrhythmusstörungen. Die Panikattacken fingen an sich zu häufen. Er hatte immer öfter das Gefühl, er müsse sterben.

Die Symptome einer solchen Panikattacke sind Atemnot, starkes Schwitzen, Mundtrockenheit, das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden oder zu ersticken. Um nur einige zu nennen. Auch diese sind individuell verschieden.

Frage an den Experten Dr. Morad Ghaemi: Was löst diese Panikattacken aus?

Dr. Ghaemi sagt, dass es nicht ganz klar sei, woher genau die Angst genau komme, da es sehr viele verschiedene Formen der Angststörung gebe.

In der klassischen Psychoanalyse geht man davon aus, dass die Ursachen der Angst aus der Kindheit stammen, z.B. verdrängte Erfahrungen, die reaktiviert werden.
Die Verhaltenstherapeuten hingegen gehen bei der Angst von erlernten Verhalten aus. Dass man aus Vermeidung quasi belohnt wird, indem man Angst auslösende Situation meidet. Diese Mechanismen führen zu Angststörungen.

Sascha: „Hypnose hat mir geholfen. Mein komplettes Leben hat sich umgekrempelt.“

Vorher hat er seine Wohnung kaum verlassen. Er war zuvor u.a. in einer psychosomatischen Klinik, hat eine Verhaltenstherapie hinter sich und jede Menge Gesprächstherapien…

Stefanie Stöber, Diplom-Psychologin vom Deutschen Institut für Angstforschun (DIA) schneidet auf jeden Patienten - nach langen Gesprächen und Ursachenhinterfragungen eine Hypnose-CD zusammen. Diese hört sich der Patient 2-3 täglich an.

Barbara, eine Anruferin hat seit 3 Jahren starke Depressionen und Panikattacken. Vor allem in überfüllten Bussen fängt die Angst an zu wirken. Erst beginnt sie zu schwitzen und zu zittern. Vor einigen Jahren wurde auch Epilepsie bei ihr diagnostiziert. Was kann sie tun?

Dr. Ghaemi rät ihr zuerst herauszufinden, woher die Angst komme. Kommt sie aus der Depression heraus oder ist es eine situationsgebundene Angst?

Ines, eine Anruferin ist seit 3 Jahren nicht mehr alleine aus dem Haus gegangen. Sie sagt: „Die Angst kommt von einer Sekunde auf die andere.“

Hier geht's zum Steckbrief von Redaktion_MS