Tim Röhn
Tim Röhn ist 21 Jahre jung und hat das Leben noch vor sich. Er ist ein begabter junger Journalist, den ich vor vier Jahren - noch als Schüler - kennen gelernt habe. Damals hatte sein Vater eine schwere Krebserkrankung hinter sich gebracht. Gott sei Dank geht es dem Vater wieder gut. Aber Tim hat sich als Kind immer gefragt, warum es seinen Eltern eigentlich nicht möglich war, ganz offen mit ihm über die Erkrankung zu sprechen. Sie wollten ihn schonen, Ihn nicht belasten. Tatsache aber war, dass Tim sehr wohl gemerkt hat, dass vieles nicht in Ordnung war. Und er hat damals sehr gelitten. Im Stillen, ganz für sich. Denn, obwohl er es ahnte, konnte er wiederum auch seine Eltern nicht offen ansprechen, weil er sie ja auch nicht belasten wollte. So versuchte einer den anderen zu schonen...und jeder lebte mit seinem Kummer für sich allein. "Das ist falsch", sagt Tim, der sich glänzend mit seinen Eltern versteht und trotzdem bemängelt, dass es niemanden gibt, der sich damit auseinander setzt, wie man Kindern eine schwere Krankheit der Eltern erklärt. Und er möchte sich dafür einsetzen, dass es eine Möglichkeit für Kinder und Jugendliche gibt, deren Eltern ebenfalls erkrankt sind, wo man sich miteinander einfach mal austauschen könnte.