MUT ZUR FALTE

25. Januar 2009[1 Kommentar]

Früher gab es nur eines, um das Altern zu vermeiden: Man musste jung sterben! Ok, das ist nun wirklich keine so richtig brauchbare Alternative… Dank BOTOX sieht das heute anders aus, obwohl ... die Behandlung geht los wie der perfekte Kopfschuss: Zwischen die Augen. Ein paar Nadelstiche und ein paar Tage später ist die Stirn glatt wie ein Kinderpopo, wodurch die Krähenfüsse unter den Augen nur leider unangenehmer auffallen als bisher. Macht aber nix, kommt auch BOTOX rein. Wach und bedrückend regungslos ist die Fremde im Spiegel, und wenn sie lächelt ... oberhalb der Nasenwurzel wie 25 auszusehen, reicht nicht. Jetzt wird um den Mund herum gespritzt, bis auch das letzte Lächeln eingefroren ist im Eise ewiger Jugend.

Zwei bis vier Monate dauert die Lähmung, die das Gift Botulinumtoxin verursacht. Dann erholt sich der betäubte Muskel, und die Falten kehren zurück, aber mit um die 200 Euro pro Spritzchen ist man ja jederzeit wieder dabei. Ich möchte aber nicht zum Lachen in den Keller gehen, weil mein Gesicht es nicht mehr kann. Ich möchte keine aufgespritzten, dicken Lippen, mit denen man wahrscheinlich – so vermute ich - auch nicht mehr so richtig schön küssen kann. Ich erlebe in meinem Beruf viele Frauen (und immer häufiger auch Männer), die sich das - unnötigerweise auch schon in jungen Jahren - antun und freiwillig ihr Gesicht verlieren zu Gunsten einer ausdruckslosen Maske. Ich kann mich nicht einmal darüber lustig machen, obwohl ich es manchmal – ehrlich gesagt - gern würde… Doch tun mir diese Menschen einfach nur leid. Deshalb kriegst du keinen tollen Job und keinen Partner mehr, schon allein, weil dir die Angst vor deinem Äußeren und deinem Alte mit Botox ins Gesicht geschrieben steht: „Schaut her, ich mag mich nicht mehr, aber ich mache euch ein neues, glattes und gelähmtes Angebot!“

Für mich sind Falten keine Makel, sondern Zeugen, sichtbare Beweise für bewußt gelebtes Leben. Haben Sie und behalten Sie doch den Mut zu zeigen, was Sie hinter sich haben! Das ist nämlich eine ganz große Leistung, dass Sie das alles ausgehalten haben und immer noch fröhlich DA sind. Gucken Sie zur Abwechslung mal nicht kritisch, sondern dankbar und optimistisch in den Spiegel. Sehen Sie den ersten großen Liebeskummer, aus dem Sie so viel gelernt haben? Auf den Zug von Verletzt sein dürfen Sie stolz sein, denn den hat man nur um den Mund herum, und der sagt, dass Sie ein Mensch sind, der etwas fühlt. Wenn Sie sich die Fähigkeit bewahrt haben, empört und entsetzt zu sein…toll, dann nehmen Sie nehmen nämlich nicht alles hin und verteidigen Ihre Werte. Und Letzteres steht Ihnen auf der Stirn geschrieben. Sehen Sie - so hoffe ich doch - die vielen, vielen Lachfalten? Seien Sie glücklich darüber. Ihr Gesicht erzählt die ganze Geschichte Ihres Lebens, nicht nur den Teil, den die Welt vielleicht hören möchte.

Haben Sie also Mut und Lust zur Falte! Lust am Leben ist verdammt sexy

SIMPLY THE BEST…

24. Januar 2009[0 Kommentare]

Meine Lieben, es folgt eine brennende Liebeserklärung an Tina Turner: eine Frau, die mich seit 40 Jahren (!) meines Lebens begleitet. Seit 40 Jahren bin ich nun Fan (das heißt 80% meines bisherigen Lebens)…Ich liebe diese Frau einfach!

Habe ihr Konzert in der Köln-Arena gesehen und bin noch ganz weg: tolle Bühne, super Musiker, geniale Choreographie (ganz im Tina-Stil…), heiße Outfits… und immer noch die schönsten Beine der Welt. Und das in einem Alter, wo andere sich zum Teil die Schuhe schon nur noch schwer selbst binden können, weil sie das Leben fast täglich schwer nehmen und mit den Jahren hadern. Warum schreibe ich das?

Weil ich heute total entfesselt bin, weil ich gemerkt habe, dass Power nie stirbt, wenn man fröhlich und optimistisch bleibt. Weil diese Frau eine unglaubliche animalische Kraft ausstrahlt und dabei viele Schicksalsschläge überwunden hat.

Weil Tina ein Lachen hat, das die Welt ansteckt, und weil ihr der Jugendwahn am A…. vorbei geht. – Das tut gut! – Ich habe mir ein Tina-T-Shirt gekauft, höre heute Rockmusik, wann immer ich kann und „hotte“ durch die Wohnung. Kurzum: ich gebe mir selbst eine Party. Das sollten wir alle öfters tun. Danke, Tina für das super gute Gefühl! Wir sollten uns alle täglich eine Party geben… Lasst die Seele fliegen, meine Lieben!

Das Leben kann schön sein, so wunderschön, wenn man die guten Gefühle zulässt…Ich pfeife auf die Jahre…was ist schon eine 50…? Seit letzter Nacht möchte ich mindestens 70 werden. Danke, Tina…über 28 Millionen Frauen in Deutschland sind 40plus…Mädels, wir sind zwar „späte Mädchen“, aber wir haben Power…

WASSER - DIE WUNDERWAFFE FÜR EIN SCHÖNES LEBEN!

22. Januar 2009[0 Kommentare]

Es war vor sechs Jahren im Sommerurlaub auf Kreta. Mein kleiner Sohn, Kristoph, war damals 5 und mein Großer, Lukas, 10 Jahre alt. Die Kinder gingen jeden Tag zum Schwimmkurs. Der Kleine, um sicherer zu werden, und Lukas lernte Lagenschwimmen (Kraul, Rückenkraul, Delphin). Drei Tage lang stand ich am Beckenrand eines großen Pools in unserer Ferienanlage und schaute mir an, was meine Kinder so beigebracht bekamen. Irgendwann schoss mir durch den Kopf: “Das hättest du auch gerne gelernt, aber niemand hat es dir beigebracht.“ Dann ging ich zum Schwimmlehrer der Clubanlage. „Nehmen Sie auch Erwachsene?“, hörte ich mich fast unsicher fragen. „Natürlich“, meinte der junge Mann. „Sie können heute Abend anfangen, da habe ich noch eine Stunde frei.“ – 17.45 Uhr stand ich wieder am Beckenrand. Im Bikini und mit Sonnenbrille. Das letzte mal für sehr lange Zeit, was ich damals nicht wissen konnte… Denn dieses Outfit ist für den Schwimmsport einfach nicht geeignet. – Was folgte war ein schneller Einkauf: schlichter Sportbadeanzug, Silikonbrille, Badekappe (Silikon).

Der Anfang war brutal. Zusätzlich war ich auch noch im Visier aller Hotelgäste, die sich rund um den Pool auf den Sonnenliegen räkelten. Die einzige Erwachsene im Schwimmkurs. Ich schluckte Wasser, ich kam mit den Bewegungsabläufen nicht klar, und irgendwie dachte ich im Innern: „Was machst du hier eigentlich?“. Aber ich kämpfte. Jeden Tag wurde meine Leistung ein bisschen besser. Das motiviert.  – Am Ende des dreiwöchigen Urlaubs hatte ich den Grundstein gelegt für eine neue Margarethe. Ich konnte Kraulschwimmen und auch schon ein bisschen Rückenkraul. Ich konnte endlich vernünftig Brustschwimmen (ohne den Kopf krampfhaft über Wasser zu halten, was gar nicht gut ist für den Nacken…). Ich fühlte mich super und war stolz auf mich. Mein Lehrer gab mir noch den Tipp, daheim unser Schwimmbad aufzusuchen, damit ich direkt weiter machen könnte. Das tat ich auch. Jedes Schwimmbad bietet Kurse für Männer und Frauen (auch nach Geschlechtern getrennt). Für mich erwies es sich als praktisch morgens um 5.30 Uhr. Ja, Sie lesen richtig!. Aber anders hätte ich es zeitlich nicht gepackt. Anfangs war es heftig. Gerade im Winter. Aber wenn meine Stunde rum war, dann fühlte ich mich super stark und glücklich. Und irgendwann wurde aus mir eine richtig gute und leidenschaftliche Schwimmerin.

Jetzt bin ich sechs Jahre älter, werde aber immer fitter. Ich habe keine Gelenk- und Muskelschmerzen. Meine Bauch- und Rückenmuskulatur sind stark wie ein Brett. Schwimmen modelliert den ganzen Körper. Es gibt spezielle Übungen, die gezielte Körperpartien trainieren. Die Erfolge sind der Hammer.

Heute ist mir kein See mehr zu groß. Natürlich bin ich vorsichtig. Man soll Wasser (gerade das offene Meer) nicht unterschätzen. Aber ich liebe dieses Element. Es macht mich traurig, wenn Schwimmbäder – mangels Interesse – schließen müssen. Noch bestürzender finde ich, dass immer mehr Kinder in simplen Gartenteichen ertrinken, weil ihnen niemand mehr diese lebenswichtige Sportart beibringt. Dabei gibt es so viele qualifizierte Bademeister und Trainer. Und: Schwimmen ist ein preiswerter Sport, der extrem glücklich macht. Ein Sport für die ganze Familie. Lernen Sie es doch (auch mit ihren Kindern)…und dieser Sport hat wirklich keine Altersgrenze. – Ich traf im Thumsee in Bad Reichenhall eine 94jährige Dame, die allein den See durchschwamm. Auf meine Frage, ob Sie denn keine Angst habe, sagte sie: „Das Schwimmen hat mich so alt werden lassen und extrem beweglich. Nun frage ich Sie, liebe Margarethe, was habe ich denn noch zu verlieren?“…

EIN WORT ZUM SPORT

19. Januar 2009[0 Kommentare]

Nein, Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass ich Ihnen hier neuerlich erzähle, wie gern ich renne, und wie glücklich mich das macht. Ich weiss ja, Sie haben keine Zeit dazu, keine Kraft und oft auch einfach keine Lust. Ins Fitness-Studio würden Sie vielleicht gehen, aber das kostet Geld, und ausserdem muss man sich an die jeweiligen Öffnungszeiten halten.

Schwimmen wäre Ihnen am liebsten, nicht wahr? Aber zum nächstgelegenen Schwimmbad ist es eine Höllenfahrt, und wegen dem Verkehr kommt Fahrradfahren auch nicht in Frage. Sie sehen: Ich verstehe! Und ich habe eine Idee. Vorher möchte ich Ihnen kurz zwei Sachen vor Augen führen, die Sie wahrscheinlich schon wissen, aber es schadet ja nicht, es noch mal zu lesen. Normales Bindegewebe braucht sehr viel weniger Kalorien als Muskelgewebe, um sich selbst zu erhalten oder gar zuzulegen. Wenn Sie also da, wo es jetzt ein bisschen schlabbert, feste Muskeln hätten, könnten Sie abends nach dem Essen das Eis lutschen, das Sie sich jetzt immer so tapfer versagen. Das ist das eine. Das andere hat mit unseren Knochen zu tun. In denen speichert unser Körper bekanntlich das Kalzium, das wir zum Leben brauchen. Das wird nach Bedarf abgegeben, und dafür, dass es schön in den Knochen bleibt, bis es gebraucht wird, dafür sorgen unsere Muskeln. Die umspannen die Knochen wie ein festes Korsett – oder besser, das sollten sie tun, damit wir nicht an Osteoporose erkranken. Wenn wir älter werden, lassen unsere Muskeln zwangläufig nach. Das ist auf hormonelle Prozesse zurückzuführen und nicht zu ändern. Das heisst aber nicht, dass wir dazu verdammt sind, brüchige Knochen zu bekommen und Arthritis.

Dagegen können wir was tun. Da ich nun weiss, dass Sie keine Zeit, keine Kraft und oft auch einfach keine Lust haben, mache ich hier nur ein paar ganz harmlose Vorschläge. Wenn Sie das nächste Mal vom Wohnzimmer in die Küche gehen, kneifen Sie die Pobacken dabei zusammen, als wollten Sie eine Nuss knacken oder die Prägung aus einer Zwei-Euro-Münze herauspressen. Wenn Sie sich dann wieder vor den Fernseher setzen, strecken Sie das rechte Bein nach vorn. Strecken Sie den Fuss, zählen Sie bis drei, wiederholen Sie das gleiche mit dem anderen Bein. Und das Ganze jetzt fünfmal hintereinander. Setzen Sie sich aufrecht hin, falten sie die Hände und heben Sie sie vor die Brust, bis die Ellenbogen eine Waagerechte bilden. Drücken Sie die Handflächen fest gegeneinander, zählen Sie bis drei, lassen Sie locker, und dann wiederholen Sie das Ganze auch fünfmal. Wenn Sie das in jeder Werbepause tun, haben Sie Ihrem Körper einen Gefallen getan, für den er Ihnen danken wird. Wie es weitergeht ... Sie dürfen sicher sein, die Fortsetzung folgt, denn ich gebe Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, so schnell nicht auf.

Mit sportlichen Grüßen – Ihre Margarethe

BEWEGEN SIE SICH!

14. Januar 2009[0 Kommentare]

Ausgerechnet heute geht mit Heather Mills durch den Kopf. Das ist die Frau, die gerade vor einem US-Gericht aus ihrer Eheschließung mit dem Ex-Beatle Paul Mc Cartney (wahrscheinlich) – wenn man der Berichterstattung Glauben schenken darf – ein erhebliches Vermögen erstreiten wird. Aber deswegen denke ich jetzt ganz bestimmt nicht an sie.

Ich denke an Heather Mills, wie sie war, als ich sie vor zwölf Jahren in meiner Sendung kennen gelernt habe: Nett, unkompliziert und super natürlich. Damals war sie allerdings längst nicht so berühmt wie heute… Was mir jedoch 1995 enorm imponierte, war ihr ungebrochener Kampfgeist. Sie hatte unter tragischen Umständen ein Bein verloren. Sie wurde durch dieses Unglück aus dem Leben gerissen und hat sich - durch Sport und einen eisernen Glauben an sich - in eben dieses Leben wieder zurück katapultiert. Ich will jetzt nicht über die gescheiterte Ehe zweier Menschen richten, auf die heute die ganze Welt schaut. Das wäre mir zu simpel, und es steht mir auch nicht zu.

Ich möchte Sie einfach alle ermutigen nicht zu vergessen, dass der Mensch gemacht wurde, um sich zu bewegen…im Geist und mit seinem Körper. Ich habe einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Eigentlich bin ich wie Hund, der bei jedem Wetter vor die Tür muss. Das hält mich enorm gesund, so dass ich zum Beispiel seit vielen Jahren keine Erkältung mehr kenne. Und noch etwas ist toll: Man kann sich tiefe Lebenskrisen, miese Tage und schlechte Laune ebenso wie schlechtes Wetter ganz einfach wieder schön laufen.

Ich wünsche mir, dass ich Ihnen in Zukunft auch einiges von diesem wunderbaren Lebensgefühl vermitteln kann und darf.

Bewegen Sie ihr Leben in die richtige Bahn. Bewegen Sie sich!

 
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • 28
  • 29
  • 30
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30
  • 31
  • 1