EIN WORT ZUM SPORT

19. Januar 2009[0 Kommentare]

Nein, Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass ich Ihnen hier neuerlich erzähle, wie gern ich renne, und wie glücklich mich das macht. Ich weiss ja, Sie haben keine Zeit dazu, keine Kraft und oft auch einfach keine Lust. Ins Fitness-Studio würden Sie vielleicht gehen, aber das kostet Geld, und ausserdem muss man sich an die jeweiligen Öffnungszeiten halten.

Schwimmen wäre Ihnen am liebsten, nicht wahr? Aber zum nächstgelegenen Schwimmbad ist es eine Höllenfahrt, und wegen dem Verkehr kommt Fahrradfahren auch nicht in Frage. Sie sehen: Ich verstehe! Und ich habe eine Idee. Vorher möchte ich Ihnen kurz zwei Sachen vor Augen führen, die Sie wahrscheinlich schon wissen, aber es schadet ja nicht, es noch mal zu lesen. Normales Bindegewebe braucht sehr viel weniger Kalorien als Muskelgewebe, um sich selbst zu erhalten oder gar zuzulegen. Wenn Sie also da, wo es jetzt ein bisschen schlabbert, feste Muskeln hätten, könnten Sie abends nach dem Essen das Eis lutschen, das Sie sich jetzt immer so tapfer versagen. Das ist das eine. Das andere hat mit unseren Knochen zu tun. In denen speichert unser Körper bekanntlich das Kalzium, das wir zum Leben brauchen. Das wird nach Bedarf abgegeben, und dafür, dass es schön in den Knochen bleibt, bis es gebraucht wird, dafür sorgen unsere Muskeln. Die umspannen die Knochen wie ein festes Korsett – oder besser, das sollten sie tun, damit wir nicht an Osteoporose erkranken. Wenn wir älter werden, lassen unsere Muskeln zwangläufig nach. Das ist auf hormonelle Prozesse zurückzuführen und nicht zu ändern. Das heisst aber nicht, dass wir dazu verdammt sind, brüchige Knochen zu bekommen und Arthritis.

Dagegen können wir was tun. Da ich nun weiss, dass Sie keine Zeit, keine Kraft und oft auch einfach keine Lust haben, mache ich hier nur ein paar ganz harmlose Vorschläge. Wenn Sie das nächste Mal vom Wohnzimmer in die Küche gehen, kneifen Sie die Pobacken dabei zusammen, als wollten Sie eine Nuss knacken oder die Prägung aus einer Zwei-Euro-Münze herauspressen. Wenn Sie sich dann wieder vor den Fernseher setzen, strecken Sie das rechte Bein nach vorn. Strecken Sie den Fuss, zählen Sie bis drei, wiederholen Sie das gleiche mit dem anderen Bein. Und das Ganze jetzt fünfmal hintereinander. Setzen Sie sich aufrecht hin, falten sie die Hände und heben Sie sie vor die Brust, bis die Ellenbogen eine Waagerechte bilden. Drücken Sie die Handflächen fest gegeneinander, zählen Sie bis drei, lassen Sie locker, und dann wiederholen Sie das Ganze auch fünfmal. Wenn Sie das in jeder Werbepause tun, haben Sie Ihrem Körper einen Gefallen getan, für den er Ihnen danken wird. Wie es weitergeht ... Sie dürfen sicher sein, die Fortsetzung folgt, denn ich gebe Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, so schnell nicht auf.

Mit sportlichen Grüßen – Ihre Margarethe
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