WASSER - DIE WUNDERWAFFE FÜR EIN SCHÖNES LEBEN!

22. Januar 2009[0 Kommentare]

Es war vor sechs Jahren im Sommerurlaub auf Kreta. Mein kleiner Sohn, Kristoph, war damals 5 und mein Großer, Lukas, 10 Jahre alt. Die Kinder gingen jeden Tag zum Schwimmkurs. Der Kleine, um sicherer zu werden, und Lukas lernte Lagenschwimmen (Kraul, Rückenkraul, Delphin). Drei Tage lang stand ich am Beckenrand eines großen Pools in unserer Ferienanlage und schaute mir an, was meine Kinder so beigebracht bekamen. Irgendwann schoss mir durch den Kopf: “Das hättest du auch gerne gelernt, aber niemand hat es dir beigebracht.“ Dann ging ich zum Schwimmlehrer der Clubanlage. „Nehmen Sie auch Erwachsene?“, hörte ich mich fast unsicher fragen. „Natürlich“, meinte der junge Mann. „Sie können heute Abend anfangen, da habe ich noch eine Stunde frei.“ – 17.45 Uhr stand ich wieder am Beckenrand. Im Bikini und mit Sonnenbrille. Das letzte mal für sehr lange Zeit, was ich damals nicht wissen konnte… Denn dieses Outfit ist für den Schwimmsport einfach nicht geeignet. – Was folgte war ein schneller Einkauf: schlichter Sportbadeanzug, Silikonbrille, Badekappe (Silikon).

Der Anfang war brutal. Zusätzlich war ich auch noch im Visier aller Hotelgäste, die sich rund um den Pool auf den Sonnenliegen räkelten. Die einzige Erwachsene im Schwimmkurs. Ich schluckte Wasser, ich kam mit den Bewegungsabläufen nicht klar, und irgendwie dachte ich im Innern: „Was machst du hier eigentlich?“. Aber ich kämpfte. Jeden Tag wurde meine Leistung ein bisschen besser. Das motiviert.  – Am Ende des dreiwöchigen Urlaubs hatte ich den Grundstein gelegt für eine neue Margarethe. Ich konnte Kraulschwimmen und auch schon ein bisschen Rückenkraul. Ich konnte endlich vernünftig Brustschwimmen (ohne den Kopf krampfhaft über Wasser zu halten, was gar nicht gut ist für den Nacken…). Ich fühlte mich super und war stolz auf mich. Mein Lehrer gab mir noch den Tipp, daheim unser Schwimmbad aufzusuchen, damit ich direkt weiter machen könnte. Das tat ich auch. Jedes Schwimmbad bietet Kurse für Männer und Frauen (auch nach Geschlechtern getrennt). Für mich erwies es sich als praktisch morgens um 5.30 Uhr. Ja, Sie lesen richtig!. Aber anders hätte ich es zeitlich nicht gepackt. Anfangs war es heftig. Gerade im Winter. Aber wenn meine Stunde rum war, dann fühlte ich mich super stark und glücklich. Und irgendwann wurde aus mir eine richtig gute und leidenschaftliche Schwimmerin.

Jetzt bin ich sechs Jahre älter, werde aber immer fitter. Ich habe keine Gelenk- und Muskelschmerzen. Meine Bauch- und Rückenmuskulatur sind stark wie ein Brett. Schwimmen modelliert den ganzen Körper. Es gibt spezielle Übungen, die gezielte Körperpartien trainieren. Die Erfolge sind der Hammer.

Heute ist mir kein See mehr zu groß. Natürlich bin ich vorsichtig. Man soll Wasser (gerade das offene Meer) nicht unterschätzen. Aber ich liebe dieses Element. Es macht mich traurig, wenn Schwimmbäder – mangels Interesse – schließen müssen. Noch bestürzender finde ich, dass immer mehr Kinder in simplen Gartenteichen ertrinken, weil ihnen niemand mehr diese lebenswichtige Sportart beibringt. Dabei gibt es so viele qualifizierte Bademeister und Trainer. Und: Schwimmen ist ein preiswerter Sport, der extrem glücklich macht. Ein Sport für die ganze Familie. Lernen Sie es doch (auch mit ihren Kindern)…und dieser Sport hat wirklich keine Altersgrenze. – Ich traf im Thumsee in Bad Reichenhall eine 94jährige Dame, die allein den See durchschwamm. Auf meine Frage, ob Sie denn keine Angst habe, sagte sie: „Das Schwimmen hat mich so alt werden lassen und extrem beweglich. Nun frage ich Sie, liebe Margarethe, was habe ich denn noch zu verlieren?“…

EIN WORT ZUM SPORT

19. Januar 2009[0 Kommentare]

Nein, Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass ich Ihnen hier neuerlich erzähle, wie gern ich renne, und wie glücklich mich das macht. Ich weiss ja, Sie haben keine Zeit dazu, keine Kraft und oft auch einfach keine Lust. Ins Fitness-Studio würden Sie vielleicht gehen, aber das kostet Geld, und ausserdem muss man sich an die jeweiligen Öffnungszeiten halten.

Schwimmen wäre Ihnen am liebsten, nicht wahr? Aber zum nächstgelegenen Schwimmbad ist es eine Höllenfahrt, und wegen dem Verkehr kommt Fahrradfahren auch nicht in Frage. Sie sehen: Ich verstehe! Und ich habe eine Idee. Vorher möchte ich Ihnen kurz zwei Sachen vor Augen führen, die Sie wahrscheinlich schon wissen, aber es schadet ja nicht, es noch mal zu lesen. Normales Bindegewebe braucht sehr viel weniger Kalorien als Muskelgewebe, um sich selbst zu erhalten oder gar zuzulegen. Wenn Sie also da, wo es jetzt ein bisschen schlabbert, feste Muskeln hätten, könnten Sie abends nach dem Essen das Eis lutschen, das Sie sich jetzt immer so tapfer versagen. Das ist das eine. Das andere hat mit unseren Knochen zu tun. In denen speichert unser Körper bekanntlich das Kalzium, das wir zum Leben brauchen. Das wird nach Bedarf abgegeben, und dafür, dass es schön in den Knochen bleibt, bis es gebraucht wird, dafür sorgen unsere Muskeln. Die umspannen die Knochen wie ein festes Korsett – oder besser, das sollten sie tun, damit wir nicht an Osteoporose erkranken. Wenn wir älter werden, lassen unsere Muskeln zwangläufig nach. Das ist auf hormonelle Prozesse zurückzuführen und nicht zu ändern. Das heisst aber nicht, dass wir dazu verdammt sind, brüchige Knochen zu bekommen und Arthritis.

Dagegen können wir was tun. Da ich nun weiss, dass Sie keine Zeit, keine Kraft und oft auch einfach keine Lust haben, mache ich hier nur ein paar ganz harmlose Vorschläge. Wenn Sie das nächste Mal vom Wohnzimmer in die Küche gehen, kneifen Sie die Pobacken dabei zusammen, als wollten Sie eine Nuss knacken oder die Prägung aus einer Zwei-Euro-Münze herauspressen. Wenn Sie sich dann wieder vor den Fernseher setzen, strecken Sie das rechte Bein nach vorn. Strecken Sie den Fuss, zählen Sie bis drei, wiederholen Sie das gleiche mit dem anderen Bein. Und das Ganze jetzt fünfmal hintereinander. Setzen Sie sich aufrecht hin, falten sie die Hände und heben Sie sie vor die Brust, bis die Ellenbogen eine Waagerechte bilden. Drücken Sie die Handflächen fest gegeneinander, zählen Sie bis drei, lassen Sie locker, und dann wiederholen Sie das Ganze auch fünfmal. Wenn Sie das in jeder Werbepause tun, haben Sie Ihrem Körper einen Gefallen getan, für den er Ihnen danken wird. Wie es weitergeht ... Sie dürfen sicher sein, die Fortsetzung folgt, denn ich gebe Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, so schnell nicht auf.

Mit sportlichen Grüßen – Ihre Margarethe
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