ZEIT FÜR MICH...

11. Juni 2009[6 Kommentare]

Meine Lieben, ich muss ganz ehrlich sagen dass ich doch länger gebraucht habe, um mich zu erholen, als ich gedacht habe. Damit meine ich jetzt nicht einmal so sehr den körperlichen Aspekt. Ich bin in wirklich guter Verfassung, treibe schon lange wieder (mit ärztlichem Segen!) Sport und könnte jetzt nicht über irgendwelche Defizite klagen.
 
Aber ich brauche seitdem viel mehr Zeit für mich: mehr Ruhe, mehr Muße, weniger Telefon und Termine…einfach nur Besinnung auf mich. Das mag jetzt vielleicht ein bisschen egoistisch klingen, aber genau das ist es, was mir persönlich im Augenblick unglaublich gut tut. Die letzten zwei Monate habe ich die Seele baumeln lassen.
 
Was mich nämlich ein bisschen irritiert ist, dass ich absolut nicht mehr weiß, was mit mir an diesem 1. März genau passiert ist… Ich kann mich an nichts erinnern. Ein schwarzes Loch.
Gut ist, dass ich keine Todesängste zurückbehalten habe. Zumindest nicht bewusst. Allerdings, weiß ich nicht, was in meinem Unterbewusstsein schlummert. Ich denke mal, sicherlich einiges…
So ein Erlebnis muss man verarbeiten, und das will ich auch. Dafür brauche ich meine Zeit, und ich nehme sie mir.
Das heißt natürlich nicht, dass ich mich abkapseln möchte. Ich isoliere mich nicht, aber ich denke sehr viel nach, und ich genieße die Zeit: jeden Tag, jede Stunde. Und ich freue mich jeden Tag, dass ich lebe! Wie ein kleines Kind…
Samstag, den 13. Juni bin ich zu Gast bei Frank Elstner, den ich – vor allem als Menschen - sehr schätze. Dies wird der erste TV-Auftritt sein, seit mir ein zweites Leben geschenkt wurde.
 
Ich umarme euch und wünsche euch ganz einfach Zeit für alles, was euch lieb und wichtig ist.
Herzlichst, eure Margarethe

MEIN HERZENSWUNSCH

24. März 2009[2 Kommentare]

Hallo, ihr lieben, mitfühlenden Menschen -
 
Ganz lieben Dank für die vielen nette Anfrage nach meinem Befinden. Das hat mich sehr bewegt. Es geht mir wieder gut. Sehr gut sogar. Natürlich war alles aufregend und vollkommen überraschend. Es handelte sich um einen plötzlichen Herzstillstand…ohne medizinische Ursache. Das kann theoretisch jedem, jederzeit und in jeder Situation passieren. 100.000 Menschen sterben jährlich daran. Die Ursachen sind medizinisch gänzlich unbekannt. Hätte ich durch meinen jahrelangen Sport nicht so ein leistungsstarkes Herz gehabt, ich hätte diesen 6 minütigen Stillstand nicht überlebt. Das sagen die Ärzte.
Aber vor allem ich hatte vor allem die perfekte Reanimation durch meinen Lebensgefährten. Ohne diese direkte Hilfe wäre eh alles zu spät für mich gewesen.
 
Darum meine ganz dringende Bitte an euch alle: frischt bitte rasch eure Erste-Hilfe-Kenntnisse auf. Alles, was man sofort in einem Ernstfall tut, ist wichtig und richtig. Viele Menschen könnten noch leben, wenn man ihnen direkt geholfen und nicht gezögert hätte…
 
Auf jeden Fall schaue ich wieder optimistisch in meine Zukunft. Das Leben ist schön, und es ist ein wunderbares Geschenk. Das habe ich immer schon gewusst. Nur jetzt bin ich einfach noch ein Stück dankbarer für alles.
 
Alles Liebe für euch, ein frohes Herz, wachsame Schutzengel und die beste Gesundheit für uns alle.
 
Einen ganz lieben Gruß von – Margarethe Schreinemakers

TELEFONIEREN MIT FREUNDEN

28. Februar 2009[0 Kommentare]

Meine Lieben - wir haben lange gebastelt, aber jetzt ist es möglich! Ab sofort können wir uns uns alle am Telefon verabreden. Jeder, der in meiner Community ist, kann bis zu acht (!) Freunde zu einer ganz persönlichen Telefonparty in seinen Freundschaftraum einladen...und das für jeden Teilnehmer zum günstigen Ortstarif.

In den nächsten Tagen werde ich auch einige Termine angeben, an denen ich mit euch telefonieren kann. Und in meinen ersten Freundschaftsraum lade ich natürlich die treuesten der Treuen aus meinem Forum ein (Jaqui, Oliver, Casi, mindcrime, maja und der Rest der Bande). Darauf freu ich mich, denn leider wohnen wir ja alle so schrecklich weit auseinander. Mit spontanem Treffen ist da leider nichts... Es lebe der Freundschaftsraum!

Für die nahe Zukunft planen wir Themen-Räume, in denen ihr mitdiskutieren oder eure Fragen stellen könnt, wenn euch das angebotene Thema zusagt.

Der Anfang ist gemacht, und ich denke, es ist eine schöne und einmalige Sache die Menschen einmal wiederzuhören, die man vielleicht schon lange nicht mehr gesprochen hat, und die man alle zusammen auch nicht so schnell treffen kann.

Also, habt Spaß, genießt die Zeit und eine Menge guter Gespräche in der Schreinemakers-Family.

Alles Liebe und bis bald - eure Margarethe

WARUM MUSS DIE 50 WEHTUN?

15. Februar 2009[2 Kommentare]

Heute war ich auf der Geburtstagsfeier meiner Freundin Barbara. Nun ist auch sie 50 geworden. Ich habe es bereits „schmerzfrei“ im letzten Sommer hinter mich gebracht. Barbara hatte im letzten Jahr keine schönen Erlebnisse. Vieles ging schief. Sie verlor ihren vermeidlich „sicheren“ Job nach 25 Jahren. Das tat weh. Und es verunsicherte sie total. Außerdem glaubte sie, dass man mit 50 nicht gerade händeringend von potentiellen Arbeitgebern gesucht wird. Sie befürchtete das Schlimmste. Meine Freundin ist ein quirliger, lebendiger Typ, der gerne arbeitet und super herzlich lachen kann. Aber am Jahresende war sie angespannt und ausgebrannt…und dann winkte da noch schnöde eine blöde 50, die immer näher rückte.

 
Bei Barbara und mir ist es so, dass wir uns immer gegenseitig aus den tiefen Löchern zerren können.
Als ich im Sommer wegen einer Kiefervereiterung, die sich über Wochen hinzog und höllisch weh tat, meine Geburtstagsfeier absagen musste, brachte sie mich zum Lachen, obwohl ich kaum noch Lachen konnte. Sie sagte: „Sei froh, dass du noch Zähne hast, auch wenn sie jetzt saumäßig weh tun. Es kommt der Tag, da werden wir getrennt von ihnen schlafen müssen…“
                                
Am Jahresende kam dann ihre Krise. – Jetzt war ich wieder an der Reihe sie aufzubauen. Sie schrieb gleich Bewerbungen und hatte sehr bald Vorstellungsgespräche. Und siehe da, es fand sich sogar schnell ein neuer Job.
Warum? Sicher, weil sie toll ist…aber, ich glaube auch, weil wir immer wieder so herrlich lachen können egal, wie dreckig es uns gerade geht. Wir geben uns einfach selbst eine Party!
 
Heute war meine 50jährige Barbara in Bestform: einfach glücklich mit vielen Menschen im Haus, die sie alle gefeiert haben.
Was kümmert uns die 50…wir lachen sie gemeinsam weg. Wir leben die 50! Noch wird es keine Botox-Party mit uns beiden geben…Im Gegenteil, wir arbeiten kräftig an weiteren Lachfalten…Es ist schön, so eine Barbara zu haben. Meine Barbara!
Ich wünsche jedem vom euch das herzliche Lachen und die Unterstützung einer guten Freundin.
 
Es leben die Jahre, wenn wir sie leben…
 
Ich liebe meine 50. So einfach ist das.
 

LEBENSKRISE…WAR DAS SCHON ALLES?

26. Januar 2009[1 Kommentar]

Kennt ihr die Situation, dass man sich manchmal fragt „War das alles?“…“Ist das wirklich mein Leben?“…und „Soll das jetzt etwa immer für den jämmerlichen Rest meines Lebens so bleiben, oder wage ich den Sprung in was Neues?“

Viele denken es, aber sie sprechen es nicht aus. Manche brechen kurzfristig aus und  fallen wieder – nach einem kurzen Höhenflug, einem Rausch der Sinne –… vielleicht tiefer als jemals zuvor. Aber: die wenigsten begegnen diesem Gefühl offen: Warum fühle ich mich nicht mehr als Frau oder Mann in meiner Beziehung? Warum ertrinken wir gemeinsam im Alltag? Was können wir dagegen tun…?

Mich bewegt heute Abend ein toller Brief einer Frau, die mir mit einer Offenheit und einer Vertrautheit begegnet, die mir unglaublich imponiert hat…Besser kann man es nicht beschreiben, als Petra es tut.

 

 

„Liebe Margarethe, Sie sprechen genau das an, was wohl sehr viele Frauen bewegt, man selten drüber spricht. Auch ich habe im letzten Oktober meinen 50. Geburtstag gefeiert. Und ohne dass ich es wollte, hat mich diese magische Zahl 50 fast völlig aus dem Konzept gebracht. Plötzlich habe ich mich auf ein Abenteuer mit einem ehemaligen Schulkameraden eingelassen, ich bin sehr hoch geflogen, hatte plötzlich das Gefühl wieder "Frau" zu sein, habe dieses Gefühl zugelassen und gelebt. Dabei hätte ich fast meine Familie aufs Spiel gesetzt. Wie konnte mir das bei 4 Kindern (27,26,16,10) und einer "funktionierenden" Ehe nur passieren? Wir haben wochenlang unsere Probleme aufgearbeitet, geredet wie nie zuvor in den letzten 17 Jahren und erkannt, dass es immer einfach ist, davonzulaufen, der schwerere Weg jedoch der ist, den wir gegangen sind. Wir haben erkannt, dass wir uns einfach im Laufe der Jahre im Alltag verloren haben. Das wird uns sicher nie wieder passieren, so hatte mein "Ausrutscher" doch für uns etwas Gutes - wir haben wieder gelernt, einander zu lieben und zu respektieren. Warum ich das alles schreibe, keine Ahnung, Ihr Beitrag über Tina Turner hat mich einfach inspiriert, weil ich daraus gelesen habe, dass es verdammt wichtig ist, sich selbst zu mögen, sich selbst etwas Gutes zu tun! Das Leben hat noch so viel Schönes zu bieten, dass eine Panikattacke bei der Zahl 50 wirklich nicht nötig ist. Wenn man das erkannt hat, kann man mit Elan in die nächsten 50 starten. Es ist noch lange nicht vorbei, es fängt gerade erst an! Ich hatte etwas Bedenken, Ihnen hier so meine persönlichen Dinge zu schreiben, aber auch das gehört wohl mit dazu - man sollte das tun, wonach einem ist. Warum sollten wir die Dinge aufschieben, die uns am Herzen liegen?...“

 

Ja, warum eigentlich? Eine sehr gute Frage. Die Beste überhaupt.

 

Ich denke, wir sollten nichts Aufschieben und nicht elendig lange Warten! Wir sollten nichts ständig Verdrängen und Verschweigen! Wir müssen auf das Leben zugehen, und es mit liebevoller Offenheit leben. Wer verlernt hat zu reden, der erstickt die Liebe in eiskaltem Schweigen….und sich selbst. So kommt es leider, dass Gefühle im mitten im Leben verhungern.

 

Es lebe die Liebe…und liebe dein Leben! In diesem Sinne mit ganz lebendigen  Grüßen an alle, eure Margarethe...

die gespannt ist auf eure Beiträge im Forum zum Thema "Lebenskrise"...

 
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